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Ring

Mono Ring hat gefehlt: auf dem Tisch, im Büro, bei Freunden und uns. Es hat uns keine Ruhe gelassen.

Deshalb haben wir es neu aufgelegt. Für uns geht die Mono Ring Geschichte endlich weiter, aber für viele fängt sie gerade erst an. Das wird spannend. Der Designer Peter Raacke hat gemeinsam mit dem Grafiker Karl-Oskar Blase und dem damaligen Firmenchef Herbert Seibel die Marke Mono Ende der 50er Jahre begründet und auch das Besteck-Experiment Mono Ring 1962 gestaltet. Dann war es gut drei Jahrzehnte auf dem Markt und wurde zum Klassiker. Der Designer Mark Braun, 47 Jahre jünger als Raacke, kannte Mono Ring nur aus der Design-Literatur. Er hat den ursprünglichen Entwurf des Mono Ring intensiv studiert und für die Wiedereinführung neu interpretiert.

Raackes Idee von 1962 bleibt unverändert stark: ein Besteck, das keine Schublade braucht und nicht eingedeckt werden muss. Statt dessen hängt es sichtbar und griffbereit an einem kreuzförmigen Gestell auf dem Tisch und jeder nimmt sich, was er braucht. Diese Einladung zur Selbstbedienung brach radikal mit den feinen Sitten an der bürgerlichen Tafel. Heute mutet die rebellische Tischkultur sehr selbstverständlich an. Jedoch besitzt Mono Ring in Form, Funktion und Material eine überzeugende Qualität, die auffallend anders ist. Diese Design-Qualität ist wichtig und interessant. Für uns als Manufaktur war sie das immer.

Mono Ring war viele Jahre ein Bestseller, weltweit wurden weit über 1’000’000 Besteckteile verkauft. Das Sortiment wuchs und wuchs – vom Teelöffel über Korkenzieher bis zum Kleiderbügel. Schon fünf Jahre nach der Premiere fand Mono Ring Aufnahme in die Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York. Eine große Auszeichnung für den Designer und die Manufaktur. Als sich in den 80er Jahren die Spülmaschine in den Haushalten etablierte, waren die Griffe des Mono Ring für die neue Art der Reinigung wenig geeignet. Die Produktion wurde Ende der 80er Jahre auf Kunststoff umgestellt und 1994 eingestellt.

Mark Braun befaßt sich als Designer schon lange mit Essentials, mit Dingen, die wir zum Leben brauchen. Bei vielen Alltagsprodukten gibt es legendäre Vorbilder, aber das macht die Aufgabe für ihn reizvoll. Er fragt sich, was verbindet uns heute mit den Dingen unseres Alltags? Wie werden sie Teil unserer Geschichte? Mit diesen Fragen suchte er auch nach einer neuen Haltung für Mono Ring. Das Ergebnis stellten Mono Chef Wilhelm Seibel 5. und Mark Braun gemeinsam Peter Raacke vor. Nach intensiver Prüfung urteilte er: «Das kann man so machen!»

2018 beginnt für Mono Ring ein neues Kapitel in der Besteck-Geschichte. In der Form überarbeitet, in fünf zeitgemäßen Farben, im Griff neueste Forschung und Hightech hochwertig zusammengeführt. Am Ständer hängend ist sein Platz mitten auf dem Tisch – zu Hause, in der Kantine, im Bistro, im Restaurant. Guten Appetit.

Ein gutes Stück Handarbeit

Die Welt verändert sich, auch in Mettmann. Nur
an zwei Prinzipien halten wir in der Mono Manufaktur seit Generationen fest: exzellentes Material und handwerkliche Meisterschaft. Kurz um, wir widmen der Qualität der Produkte unser ganzes Können und höchste Aufmerksamkeit. Vom ersten Entwurf bis zum Einsatz im Alltag. Mit dieser DNA kommt auch Mono Ring wieder auf die Welt. Kein Wunder bei einem Familien-Unternehmen, das schon seit 1895 in der Branche besteht.

Die Marke Mono wurde 1959 begründet, als
die 3. Generation der Besteckfamilie mit etwas Zufall und viel Mut den Grundstein für eine neue Philosophie legte: funktional und minimal. Peter Raackes Entwurf Mono A war seinerzeit das erste Besteck, das auf schmückende Elemente konsequent verzichtete. Das Messer wurde aus einem einzigen Stück Edelmetall, dem Monoblock, gestanzt – so entstand der Name «Mono».
Bevor ein einzelnes Besteckteil fertig ist, durch- läuft es über 30 Arbeitsschritte, um zum Messer und zu einer Gabel zu werden, die den Namen Mono verdienen. Die menschliche Hand und der prüfende Blick des Handwerksmeisters sind dafür unersetzlich.

Die Oberteile der Bestecke, wir sprechen von Brandeln, werden mit massiver Wucht aus Edelstahl- tafeln gestanzt. An der Exzenterpresse entsteht die Kontur jedes Besteckteils. Dabei erhält die Gabel auch ihre Zinken. Noch liegt das zukünftige Besteck flach vor uns, so können Mono Logo, Namen der Designer und Materialinformation auf die Rückseite des Stiels gestempelt werden. Dann erst wird das Oberteil, die sogenannte Laffe, mit 600–700 to pro cm2 in Form geprägt. Alles weitere ist Feinarbeit von Hand. Schleifpaste und zwei verschiedenen Schleif- Körnungen bereiten den Feinschliff vor, auch in den Zinkenzwischenräumen der Gabel, an den Außen- kanten, Rundungen und Kanten des Stielansatzes. An der Sisalscheibe wird vorgeschliffen, ihr Finish erhalten die Besteckteile an der natürlichen Fibre- bürste mit brauner Schleifpaste für die seidige Mattierung. Zum Schluss erfolgt die Vorreinigung im Ultraschall, dann die letzte Politur von Hand mit feinen, weißen Baumwollhandschuhen. In der manuellen Qualitätskontrolle prüfen die Mitarbeiter, ob jedes Besteckteil perfekt gearbeitet wurde und unsere hohen Ansprüche an die Manufakturherstellung erfüllt.

Nun fehlt nur noch der Mono Ring Griff. Dafür setzen wir einen hochwertigen, modernen Kunststoff ein, der lebensmittelecht, spülmaschinenfest, temperaturbeständig, stabil und langlebig ist. Es besteht aus einem linearen Polymer, dem in der Produktion 1,5 mm lange Glasfasern zur Stabilität und Glaskugeln für ein ausgewogenes Gewicht zugesetzt werden. Hergestellt werden die Mono Ring Griffe in einem Kunststoffspritzguss in Velbert, 15 km von der Mono Manufaktur entfernt. Durch eine ausgeklügelte Innenstruktur der Kunststoff-Griffe, lassen sich die Edelstahl-Besteckoberteile in den Polymer-Griff fest montieren. Jetzt kann Mono Ring endlich auf die Tische der Welt hinaus, seine eigene Geschichte beginnen und das Essen schöner machen.